Artikel TZ 25.03.2010

Er will doch nur kochen
Ganz neu in der Isarvorstadt: Shane’s Restaurant in der Geyerstraße

Shane McMahon sprüht vor Leidenschaft wenn er von seinem Beruf nur spricht, wenn er am Herd steht, ist die Atmosphäre geradezu elektrisierend. Nach Jahren in Top-Häusern und als Eventkoch („Shane’s Kitchen“ hat der Wahlmünchner nun sein erstes eigenes Restaurant eröffnet. Es heißt, wie sonst, Shane’s Restaurant.

„Die Basics habe ich von meinem Vater gelernt“, erzählt Shane McMahon (wird Mäkmähän ausgesprochen), der in Südwest-Irland nahe Limerick aufwuchs, wo seine Eltern ein kleines Restaurant betreiben. Seine Mutter stammt aus Österreich, und auch von dieser Länderküche und ihrer Einstellung zum Essen ist etwas hängen geblieben. „Grob gesehen liegt München irgendwo dazwischen“. An der Isar holte er sich „im Köngshof bei Bobby Bräuer den Schlliff und im Tantris bei Hans Haas die Politur“, sagt er. Wobei er aber gleich klarstellt: „Mein Restaurant ist kein Sterneladen, wir machen das easy going“. Für den Gast wohlgemerkt, nicht für Shane und seine drei Mitstreiter am Herd. Denn Ambitionen hat er – bei Qualität und dem Stil seiner Küche, der zwischen Irland, Bayern und Ozeanien liegt. Auf der Karte steht ein Dutzend Gerichte, Vorspeise könnten gebratene Jakobsmuscheln auf rote Beete-Shiitakepilzsalat in French-Sesam-Vinaigrette sein (21,50 Euro) oder ganz bodenständig ein steirischer Rindfleischsalat mit Bratkartoffeln (16,50 Euro). Unter den Hauptgängen auch ein vegetarischer: Lila Kartoffelgnocchi mit rotem Mangold in Asia-Trüffeljus (17,50 Euro). Alles ist präzise gekocht, individuell und überraschend gewürzt und attraktiv angerichtet, man könnte es sogar nennen. Überraschend auch der Cocktail, der zum Dessert dazu serviert wird: Prosecco mit Ginger-Beer und Minze. Am bestern fahren Gast (und Küche) wohl mit einem Überraschungsmenü (drei Gänge 38 Euro, vier Gänge 45 Euro, fünf Gänge 52 Euro, Weinbegleitung 20/28/37 Euro). Besonders günstig kann man mittags reinschmecken, zwei Gänge kommen für 17 Euro auf die schlicht-eleganten Holztische. Weiße Tischdecken, wie sie Vorgänger Holger Stromberg auflegen ließ, gibt es nicht mehr, dafür originelle Schwarzweiß-Fotos an den Wänden. Die zeigen Menschen mit Spaß am Essen – „und um den geht’s“, sagt Shane.

Von | 2017-03-24T14:51:12+00:00 25.03. 2010|News|0 Kommentare

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